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Nach­bar­schafts­ge­sprä­che

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Vom 21.10. — bis zum 27.10.2020 wur­de durch die kom­mu­na­le Kinder‑, Jugend- und Fami­li­en­ar­beit der Stadt Wein­gar­ten Nach­bar­schafts­ge­sprä­che mit den Bewohner*innen am Bai­en­fur­ter Ösch, rund um das Kul­­tur- und Kon­gress­zen­trum, in der Ober­stadt am Rosen­häus­le und Wel­fen­pa­lais, sowie am Laden­zen­trum Unte­re Brei­te durch­ge­führt. Drei Mit­ar­bei­ter hiel­ten sich an den gesetz­ten Ter­mi­nen vor­mit­tags und nach­mit­tags jeweils zwei Stun­den an vier ver­schie­den Stand­or­ten in Wein­gar­ten auf und hör­ten den Anwoh­nern auf­merk­sam zu. Hier kam ein kon­struk­ti­ver Dia­log mit jun­gen Fami­li­en, Kin­dern, Jugend­li­chen und Senio­ren zustan­de. Die bei­den Stu­die­ren­den der Hoch­schu­le Wein­gar­ten im Fach­be­reich Sozia­le Arbeit, die gera­de ihr Pra­xis­se­mes­ter in der Abtei­lung Fami­lie und Sozia­les beim Team Jugend­ar­beit absol­vie­ren, fass­ten die Gesprächs­er­geb­nis­se zusam­men.

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Im Fol­gen­den wer­den die Anmer­kun­gen und Anlie­gen der Anwoh­ner des Bai­en­fur­ter Ösch zusam­men­ge­fasst:

Eines der bedeu­tends­ten The­men, wel­ches sich her­aus­kris­tal­li­siert hat, ist die Bepflan­zung und Begrü­nung direkt am Quar­tiers­platz. Bemän­gelt wer­den hier die Aus­wahl und die Pfle­ge der Bäu­me. Die­se sei­en zu klein und nicht aus­rei­chend beschnit­ten und gegos­sen wor­den. Außer­dem sei die Aus­wahl der Bäu­me nicht ide­al, da die­se auf Grund ihrer Grö­ße kei­nen Schat­ten für die Kin­der auf dem Spiel­platz spen­den und auch wenig der Begrü­nung bei­tra­ge. Grund­sätz­lich wird sich am Quar­tiers­platz mehr Grün­flä­che gewünscht. Eini­ge Anwoh­ner nut­zen die Bezeich­nung “Beton­wüs­te”, um das Wohn­ge­biet und vor allem den Quar­tiers­platz zu beschrei­ben. Dies hat zur Fol­ge, dass die Laut­stär­ke der Kin­der­stim­men und Geräu­sche auf dem Quar­tiers­platz stark ver­stärkt wer­den. Als posi­tiv beschrie­ben wur­den die Sitz­mög­lich­kei­ten auf dem Platz. Aller­dings wer­den die­se nur pau­schal genutzt, da der Quar­tiers­platz, durch die kal­te Atmo­sphä­re, die Laut­stär­ke und die man­geln­de Begrü­nung, nicht für alle ein­la­dend wirkt. Ein Quar­tiers­platz ist das so nicht, wie er uns ver­spro­chen wur­de.

Ein wei­te­rer bau­li­cher und infra­struk­tu­rel­ler Punkt, der ver­mehrt erwähnt wur­de, war die Lage des Quar­tiers­plat­zes an der Lübe­cker Stra­ße. Die­se sei sehr gefähr­lich für die Kin­der des angren­zen­den Spiel­plat­zes. Die Anwoh­ner neh­men durch eini­ge brenz­li­che Situa­tio­nen mit Kin­dern eine Gefahr wahr.

Auch die Zuwe­ge zu und aus der Wohn­sied­lung Bai­en­fur­ter Ösch sei­en gefähr­lich für Kin­der und Teil­neh­mer des Stra­ßen­ver­kehrs. Da die­se Schul- und Arbeits­we­ge sind, wird sich die Ver­bes­se­rung der Sicher­heit durch bei­spiels­wei­se Spie­gel oder Zebra­strei­fen an der Kreu­zung Lübe­cker Straße/Mochenwangener Straße/Lägelerstraße ange­regt.

Ein zusätz­lich häu­fig genann­ter Punkt waren die bei­den Spiel­plät­ze (direkt auf dem Quar­tiers­platz und an der Bai­en­fur­ter Str.) im Quar­tier. Die­se wer­den als sehr schön für Kin­der aller Alters­stu­fen bis 12 Jah­ren beschrie­ben. Beson­ders gut fre­quen­tiert sei der Spiel­platz auf dem Quar­tiers­platz. Beson­ders auf Grund eines Spiel­ge­rä­tes (Halb­ku­gel) kämen nicht nur Kin­der aus dem Bai­en­fur­ter Ösch, son­dern auch aus Ravens­burg, Bai­en­furt und ande­ren umlie­gen­den Orten. Manch­mal besu­chen auch Kin­der­gär­ten die bei­den Spiel­plät­ze.

Aller­dings feh­le ein Rück­zugs­ort für Jugend­li­che. Eine Idee war dazu die Ent­zer­rung des Quar­tiers­plat­zes, damit aus einem Vor­platz mit Spiel­platz eine Art Begeg­nungstät­te mit woh­li­ger Atmo­sphä­re wird. Damit könn­ten Jugend­li­che, wel­che in die­sem Quar­tier die nächs­ten Jah­re her­an­wach­sen, durch die vie­len jun­gen Fami­li­en, zuneh­men wer­den, einen Rück­zugs­ort für sich erlan­gen und die älte­ren Damen und Her­ren einen inter­es­san­ten Platz für net­te Gesprä­che haben. Zusam­men­ge­fasst wären die Begrü­nung und Ent­zer­rung des Quar­tiers­plat­zes eine Platt­form alle dort ansäs­si­gen Anwoh­ner.

Die ange­spro­che­ne Ent­zer­rung und Begrü­nung hät­ten gleich meh­re­re Vor­tei­le, laut der Anwoh­ner. Zum einen die Erschaf­fung einer Begeg­nungstel­le für alle Anwoh­ner und Raum für ein­zel­ne Grup­pen.

Bezüg­lich der Spiel­plät­ze wur­de noch betont, dass ein Hun­de­kot­müll­ei­mer erwünscht sei, da es vie­le Hun­de in der Sied­lung gäbe und es ab und zu dazu käme, dass sich Hun­de­kot im Sand­kas­ten befin­det. Ein Pro­blem mit Müll oder Glas­fla­schen sei glück­li­cher­wei­se nicht vor­han­den. Ein Schild der Müll­kam­pa­gne des Jugend­ge­mein­de­ra­tes wäre aber trotz­dem erwünscht.

Grund­sätz­lich ist eine all­ge­mei­ne Zufrie­den­heit im Quar­tier und unter den Anwoh­ner spür­bar. Es herrscht ein ange­neh­mes Nach­bar­schafts­kli­ma und beson­ders jun­ge Fami­li­en und die Senio­ren haben ihre Zuge­hö­rig­kei­ten gefun­den. Eini­ge orga­ni­sier­ten sogar schon ein­mal ein klei­nes Quar­tiers­fest, wel­ches sehr gut ankam und wei­ter­hin erwünscht ist.

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Im Fol­gen­den wer­den die Anmer­kun­gen und Anlie­gen der Anwoh­ner in der nahen Umge­bung vom Kul­­tur- und Kon­gress­zen­trum zusam­men­ge­fasst:

Die Umge­bung am Kul­­tur- und Kon­gress­zen­trum in Wein­gar­ten ist sehr viel­sei­tig. Neben der Park­an­la­ge und den gepfleg­ten Blu­men­bee­ten, ste­hen vie­le Ein- und Mehr­fa­mi­li­en­häu­ser. Die Viel­falt, wel­che sich schon in den Immo­bi­li­en zeigt, spie­gelt sich auch in den Anwoh­nern wie­der. In die­sem Quar­tier leben Men­schen ver­schie­dens­ter sozia­ler Lage und Milieus. Außer­dem ver­mi­schen sich ver­mehrt in den letz­ten Jah­ren Anwoh­ner, wel­che schon 30 Jah­re oder län­ger im Quar­tier woh­nen und neu Zuge­zo­ge­ne.

In vie­len Gesprä­chen wur­de schnell deut­lich, was die Men­schen in die­sem Quar­tier, unab­hän­gig ihres sozia­len Sta­tus, bewegt. Vor allem der Bereich der Sitz­ge­le­gen­hei­ten im Park sei häu­fig nicht für die All­ge­mein­heit nutz­bar. Das Pro­blem sei­en Jun­ge Men­schen im Alter von unge­fähr 16 Jah­ren bis 30 Jah­ren, wel­che dort, vor allem im Som­mer, teil­wei­se von mor­gens bis abends, die Bän­ke besetz­ten, fei­ern und dem­entspre­chend Müll und Fla­schen hin­ter­las­sen. Die Sitz­ge­le­gen­hei­ten wür­den aus die­sem Grund kaum noch von ande­ren Anwoh­nern genutzt. Beson­ders scha­de sei dies für die vie­len, ver­mehrt älte­ren, Spa­zier­gän­ger. Da sich die Laut­stär­ke nicht immer im Rah­men befän­de und die Müll­si­tua­ti­on sich gera­de in den hei­ßen Mona­ten immer wie­der zuspitzt. Die Jugend­li­chen blie­ben zwar unter sich, aber man­che sei­en unfreund­lich, wenn man sie anspre­che. Eine älte­re Dame ent­geg­ne­te dem Team Jugend­ar­beit die­se Aus­sa­ge: “Ich traue mich allei­ne nicht, hier im Dunk­len durch­zu­lau­fen.”. Ein wei­te­rer Anwoh­ner äußer­te sich zu die­ser Situa­ti­on wie folgt: “Hier pas­sie­ren schmut­zi­ge Din­ge”. Von eini­gen direk­ten Anwoh­nern wird sich mehr Poli­zei­prä­senz gewünscht, um der Situa­ti­on ent­ge­gen zu wir­ken. Grund­sätz­lich wird der Park aber als Res­sour­ce gese­hen, wel­che für vie­le der Anwoh­ner Lebens­qua­li­tät bedeu­tet.

Ein wei­te­rer Aspekt, bezo­gen auf das The­ma Sau­ber­keit im Quar­tier, der häu­fig gefal­len ist, ist die Pfle­ge der Hun­de­müll­ei­mer. Die­se sei­en nicht regel­mä­ßig geleert und mit neu­en Hun­de­beu­teln ver­se­hen wor­den. Zusätz­lich bewegt ver­mehrt die älte­ren Men­schen die Schlie­ßung des Lebens­mit­tel­ge­schäfts “Schuh Lebens­mit­tel”. Dies war eine Anlauf­stel­le für vie­le älte­re Men­schen, wel­che jetzt feh­le. Infra­struk­tu­rell ist das Quar­tier ansons­ten gut aus­ge­stat­tet. Die Bäcke­rei Sau­ter wird sehr gut ange­nom­men und auch die Metz­ge­rei neben dem ehe­ma­li­gen Tan­­te-Emma-Laden ist rege besucht. In der Bäcke­rei Sau­ter fin­det, laut Erzäh­lun­gen, fast jeden Tag eine Art “Stamm­tisch älte­rer Herr­schaf­ten” statt. “Das ist Leben!” äußer­te dazu ein Anwoh­ner, wel­cher direkt über der Bäcke­rei wohnt und an dem Stamm­tisch teil­nimmt. Die Zuwe­ge in und aus dem Quar­tier sind in Ord­nung. Es gibt eine gute Anbin­dung an die öffent­li­chen Ver­kehrs­mit­tel.

Ein wei­te­res The­ma, wel­ches ver­ein­zelt von jun­gen Fami­li­en ange­spro­chen wur­de, war das The­ma Spiel­plät­ze. Die­se sei­en gut fre­quen­tiert und sei­en gut geeig­net für Kin­der. Die vie­le Begrü­nung und die ein­la­den­den Sitz­mög­lich­kei­ten, sor­gen für eine woh­li­ge Atmo­sphä­re für die Besu­cher. Aller­dings gäbe es gera­de für sehr klei­ne kei­ne Spiel­ge­rä­te.

 

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Im Fol­gen­den wer­den die Anmer­kun­gen und Anlie­gen der Anwoh­ner in der nahen Umge­bung des Ober­stadt­zen­trums zusam­men­ge­fasst:

Die Ober­stadt ist ein sehr viel­fäl­ti­ger Ort. Die­ser zeich­net sich durch die Nähe zu den Hoch­schu­len, der Innen­stadt und vor allem der Natur aus. In die­sem Quar­tier befin­den sich Ein- und Mehr­fa­mi­li­en­häu­ser, die Wohn­hei­me der Hoch­schu­len und ein klei­nes Quar­tiers­zen­trum.

Sehr geschätzt wird die Nähe zur Natur. Eine Viel­zahl an Anwoh­nern beschreibt die­se als sehr wich­tig für sie. Der angren­zen­de Wald wird stark für Spa­zier­gän­ge und Sport­ak­ti­vi­tä­ten genutzt. Beson­ders der sich dort befin­den­de „Trimm-Dich-Pfad“ und der „Bike-Park“ ist hoch fre­quen­tiert, spe­zi­ell im Som­mer. Aller­dings wäre ein häu­fig genann­ter Vor­schlag der Anwoh­ner, den alten Trai­nings­platz des Mili­tärs zu einem neu­en Out­­door-Fit­­nes­s­­platz oder einem Bas­ket­ball­platz umzu­funk­tio­nie­ren, inter­es­sant. Auch die all­ge­mei­ne Begrü­nung zwi­schen den Wohn­häu­sern ist sehr viel­sei­tig und gepflegt. Die Anwoh­ner beschrei­ben die vie­len Grün­flä­chen als enor­me Lebens­qua­li­tät. Beson­ders das Wel­fen­pa­lais ist anspre­chend gestal­tet. Inmit­ten von in U‑Form plat­zier­ten Mehr­fa­mi­li­en­häu­sern, ist ein klei­ner Park mit zwei Spring­brun­nen, zwei Sand­käs­ten und vie­len Bäu­men und Sitz­ge­le­gen­hei­ten errich­tet wor­den. Die­ser Platz sei durch die ruhi­ge und ent­spann­te Atmo­sphä­re sehr gut genutzt. Grund­sätz­lich wird das Quar­tier der Ober­stadt rund um das Wel­fen­pa­lais als ein sehr schö­ner und ruhi­ger Wohn­ort emp­fun­den.

Infra­struk­tu­rell ist die Ober­stadt gut auf­ge­stellt. In dem Quar­tiers­zen­trum befin­den sich ein klei­nes Lebens­mit­tel­ge­schäft mit eigen­stän­di­ger Metz­ge­rei, wel­che als sehr essen­zi­ell beschrie­ben wird. Beson­ders Senio­ren schät­zen es, nicht zum Ein­kau­fen in die Innen­stadt lau­fen bezie­hungs­wei­se fah­ren zu müs­sen. Vie­le Stu­den­ten oder jun­ge Fami­li­en nut­zen das Lebens­mit­tel­ge­schäft „Rosen­häus­le“ zwar nur um Klei­nig­kei­ten oder ver­ges­se­ne Arti­kel zu kau­fen, beschrie­ben es aber trotz­dem als sehr wich­tig. Ein wei­te­res Geschäft, wel­ches sich im Quar­tiers­zen­trum der Ober­stadt befin­det, ist eine Bäcke­rei. Auch die­se ist gut fre­quen­tiert und wird von den Anwoh­nern sehr geschätzt. Gegen­über den eben genann­ten Geschäf­ten sind zwei Häu­ser im Bau. Zwi­schen die­sen befin­det sich auch ein Geld­au­to­mat der Spar­kas­se im Bau. Die­ser wur­de sich schon sehr lan­ge von den Anwoh­nern gewünscht. Frei­tags fin­det in der Richard-May­­er-Str. immer ein klei­ner Markt statt, wel­cher das Quar­tier noch leben­di­ger wer­den lässt. Vor allem für Senio­ren ist dies ein wich­ti­ger Treff­punkt, um sich aus­zu­tau­schen.

Ein wei­te­rer häu­fig genann­ter Punkt war die Bus­an­bin­dung in die Innen­stadt Wein­gar­tens und nach Ravens­burg. Die­se sei durch die Bus­hal­te­stel­le direkt am Rosen­häus­le, an der RWU und an zwei wei­te­ren Stand­or­ten im Quar­tier, sehr gut aus­ge­baut. Nichts des­to trotz ist auf­ge­fal­len, dass die meis­ten Anwoh­ner, trotz der Schil­de­rung, nur unge­fähr 500 Meter Weg­stre­cke nach Hau­se rück­le­gen zu müs­sen und ohne gro­ßen Ein­kauf, nicht auf das Auto ver­zich­ten. Stö­rend, hin­ge­hend des Ver­kehrs, wird der Las­­ten- und Berufs­ver­kehr an der Wol­feg­ger Str. emp­fun­den. Die­ser sei in den ver­gan­ge­nen Jah­ren enorm ange­stie­gen und sor­ge für viel Lärm und Luft­ver­schmut­zung. Zur all­ge­mei­nen Ver­kehrs­si­che­rung wird sich von den Anwoh­nern an der Kreu­zung Wil­helm-Braun-Str. und Richard-May­­er-Str. in der Kur­ve ein Spie­gel gewünscht, damit der Ver­kehr bes­ser ersicht­lich ist. Außer­dem sei­en vor allem im Bereich des Wel­fen­pa­lais zu wenig öffent­li­che Park­plät­ze vor­han­den.

Zusätz­lich ist betont wor­den, wie sau­ber das Quar­tier sei. Sie hät­ten kein Müll­pro­blem und sei­en sehr zufrie­den mit den Müll­con­tai­nern für Glas und Kon­ser­ven und der „Rol­len­den Wert­stoff­kis­te“. Die­se Anlauf­stel­len wür­den auch hoch fre­quen­tiert genutzt wer­den. Aus­nah­men sei­en im Som­mer eini­ge lee­re Fla­schen nach Fei­ern der Stu­die­ren­der rund um das Wel­fen­pa­lais und der nahen Umge­bung der Hoch­schu­len. Müll oder Kot sei auf den umlie­gen­den Spiel­plät­zen kein Pro­blem. Die Spiel­platz­si­tua­ti­on wur­de grund­sätz­lich gelobt. Es sei­en genü­gend Mög­lich­kei­ten vor­han­den, mit Kin­dern raus­zu­ge­hen und sich zu beschäf­ti­gen. Aller­dings fehlt etwas für die schon etwas grö­ße­ren Kin­dern.

Das Nach­bar­schafts­ver­hält­nis in die­sem Quar­tier wird als durch­schnitt­lich emp­fun­den. Die Bewoh­ner im glei­chen Haus ken­nen und grü­ßen sich. Bei Bedarf wird sich auch gegen­sei­tig bei Pro­ble­men gehol­fen. Grund­sätz­lich wird die Ober­stadt als sehr offe­nes, viel­sei­ti­ges und inter­na­tio­na­les Quar­tier beschrie­ben. Durch die Durch­mi­schung der Anwoh­ner von Stu­den­ten, Allein­ste­hen­den, Paa­ren, jun­gen Fami­li­en und Senio­ren ent­steht eine gro­ße Viel­falt, wel­che von vie­len der Anwoh­ner als Res­sour­ce gese­hen wird. Beson­ders die Inter­na­tio­na­li­tät und die offe­ne Atmo­sphä­re, die durch die vie­len Stu­den­ten und das all­ge­mei­ne posi­ti­ve Zusam­men­le­ben ent­ste­hen, wird von den meis­ten sehr geschätzt. Des Wei­te­ren fin­det ein Mal im Jahr ein Stra­ßen­fest in der Men­dels­sohn­str. Statt, wel­ches sehr beliebt ist. Außer­dem orga­ni­sie­ren ein­mal im Jahr enga­gier­te Eltern den soge­nann­ten „Dör­f­­le-Cup“. Das ist ein Fuß­ball­tur­nier, wel­ches in der Ober­stadt statt­fin­det und das es schon seit Jah­ren gibt.

Zusätz­lich zu dem Lebens­mit­tel­ge­schäft, der Metz­ge­rei und dem Bäcker befin­det sich im Quar­tiers­zen­trum auch der „Agen­da­Treff“. Dies ist ein Ort der Begeg­nung. Haupt­säch­lich wird die­ser regel­mä­ßig von Senio­ren genutzt. Vie­le der Anwoh­ner ken­ne den „Agen­da­Treff“ nur vom Namen, aber wis­sen nicht genau, was die­ser ist und wofür sie ihn poten­zi­ell nut­zen könn­ten.

Zusam­men­fas­send kann man sagen, dass in dem Quar­tier der Ober­stadt Men­schen ver­schie­dens­ter Alters­klas­sen und Milieus zusam­men­tref­fen. Die Mischung aus klein­städ­ti­schem Ambi­en­te und Natur ist für die Anwoh­ner neben der Viel­falt der Haupt­grund, wes­halb sie dort ger­ne leben. Es war eine hohe Zufrie­den­heit der Bür­ger wahr­zu­neh­men.

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Im Fol­gen­den wer­den die Anmer­kun­gen und Anlie­gen der Anwoh­ner der Unte­ren Brei­te zusam­men­ge­fasst:

Das Ler­chen­feld bezie­hungs­wei­se die Umge­bung des Laden­zen­trums Unte­re Brei­te ist gekenn­zeich­net durch haupt­säch­lich Mehr­fa­mi­li­en­häu­sern, vie­len klei­nen Grün­flä­chen und dem Laden­zen­trum. Die Anwoh­ner sind aus ver­schie­dens­ten Alters­klas­sen und Natio­nen. Es kenn­zeich­net sich eine hohe Viel­falt in der Unte­ren Brei­te ab.

Infra­struk­tu­rell sind die Anwoh­ner gut aus­ge­stat­tet. Im Laden­zen­trum befin­den sich momen­tan eine Bäcke­rei, eine Apo­the­ke, eine Spar­kas­sen­fi­lia­le, die Bar/Bistro „Kaf­fee­müh­le“, Raum­austat­ter Wiest, eine Phy­sio­the­ra­pie­pra­xis und eini­ge Ärz­te. Beson­ders der Bäcker, die Spar­kas­se und die Apo­the­ke sei­en hoch fre­quen­tiert und sehr wich­tig für die Anwoh­ner. Auch eini­ge Men­schen aus der nähe­ren Umge­bung fah­ren mit dem Auto zum Laden­zen­trum, um Erle­di­gun­gen und Arzt­ter­mi­ne zu täti­gen. Aller­dings sei es, beson­ders für älte­re Men­schen, pro­ble­ma­tisch, dass das Lebens­mit­tel­ge­schäft „Nah­kauf“ schlie­ßen muss­te. Vie­le, auch gesund­heit­lich beein­träch­tig­te Men­schen haben nun einen län­ge­ren Weg, um ihren Ein­kauf zu täti­gen, was des Öfte­ren nicht mach­bar ist. Die­se Men­schen müs­sen sich ander­wei­tig orga­ni­sie­ren und sich hel­fen las­sen, um an ihre Ein­käu­fe zu gelan­gen.

Vor­teil­haft und sehr geschätzt von den Anwoh­nern ist der immer sams­tags statt­fin­den­de Wochen­markt direkt am Laden­zen­trum Unte­re Brei­te. Die­ser sei gut von den Bür­gern wahr­ge­nom­men. Ein wei­te­rer wich­ti­ger Aspekt ist die Bus­an­bin­dung. Die­se ist sehr gut aus­ge­baut. Nach Wein­gar­ten und Ravens­burg fah­ren regel­mä­ßig Bus­se. Auf­grund der Bal­lung an eini­gen essen­zi­el­len Läden direkt im Quar­tier und der guten Bus­an­bin­dung sind die Anwoh­ner, bezo­gen auf infra­struk­tu­rel­le The­men, sehr zufrie­den.
Des Wei­te­ren sind zwei gro­ße Spiel­plät­ze vor­han­den. Die­se sei­en sehr gut gepflegt und aus­ge­stat­tet. Beson­ders im Som­mer sei­en dort vie­le jun­ge Fami­li­en und Kin­der. Die Spiel­plät­ze lie­gen in grö­ße­ren Grün­flä­chen mit gro­ßen Bäu­men, wel­che aus­rei­chend Schat­ten spen­den und für eine gute Atmo­sphä­re sor­gen. Auch die Sau­ber­keit auf den Spiel­plät­zen sei in Ord­nung.
Grund­sätz­lich ist das Quar­tier durch­schnitt­lich sau­ber. An eini­gen Ecken liegt ver­ein­zelt Müll, aber nicht auf­fäl­lig viel oder an bestimm­ten Stel­len gesam­melt. Sehr zufrie­den und erfreut sind die Anwoh­ner über die vie­len klei­nen Grün­flä­chen zwi­schen den ein­zel­nen Wohn­ein­hei­ten.

Ein wei­te­rer wich­ti­ger Aspekt ist die Nach­bar­schaft. Die­se wird als gut bis durch­schnitt­lich beschrie­ben. Eini­ge Anwoh­ner ken­nen und grü­ßen die Bür­ger, die im glei­chen Haus woh­nen und haben dar­über hin­aus nicht viel Kon­takt zu ande­ren Anwoh­nern und ande­re schil­dern ein sehr gutes Nach­bar­schafts­ver­hält­nis, in dem sie für ande­re mit ein­kau­fen, sich gegen­sei­tig mit­neh­men, auch zum Bei­spiel zum Fried­hof, oder sich bei Pro­ble­men tat­kräf­tig unter­stüt­zen. Hier­bei kommt es aus Schil­de­run­gen nicht auf die Her­kunft, die Haut­far­be oder den Sozi­al­sta­tus an.

Obwohl das Quar­tier sehr mul­ti­kul­tu­rell ist, gibt es wenig Vor­ur­tei­le und ein gutes Ver­hält­nis der Anwoh­ner unter­ein­an­der. Von eini­gen Bür­gern wur­de zwar geschil­dert, dass es bestimm­te Wohn­blö­cke gibt, die haupt­säch­lich bewohnt von ein und der glei­chen Nati­on sind, dies aber kein Pro­blem sei, und zum Bei­spiel die Kin­der aller Natio­nen mit­ein­an­der spie­len und sich gegen­sei­tig besu­chen. Auch alle Genera­tio­nen sei­en mit­ein­an­der ver­knüpft. Beson­ders am Laden­zen­trum begeg­nen sich vie­le ver­schie­de­ne Men­schen und unter­hal­ten sich. Im Som­mer sei dies Treff­punkt, vor allem für älte­re Men­schen.

Zusam­men­fas­send ist das Quar­tier rund um das Laden­zen­trum Unte­rer Brei­te ein sehr offe­nes und viel­sei­ti­ges Quar­tier. Die Anwoh­ner füh­len sich wohl und sicher. Eine älte­re Dame äußer­te „Es ist ein­fach super, hier zu woh­nen”.

Ver­fas­ser: Kirsch, Alz­ou­bai Stu­den­ten der Hoch­schu­le, Fach­rich­tung Sozia­le Arbeit.

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